Netzwerksicherheit realistisch testen: Wie ein Penetrationstest Schwachstellen sichtbar macht, bevor Angreifer sie ausnutzen

  1. Eine falsch gesetzte Firewallregel. Ein offener Port am VPN-Gateway. Ein veralteter Dienst im internen Netz. In einem unserer Netzwerk-Penetrationstests reichte genau diese Kombination aus, um sich vom öffentlichen Internet aus schrittweise bis zum Domain Controller vorzuarbeiten.

  2. Ganz ohne spezielle Exploits. Nur mit den Methoden, die auch ein echter Angreifer nutzen würde. Leise, gezielt und unauffällig. Viele Unternehmen vertrauen auf ihre Sicherheitsarchitektur. Doch ohne einen echten Härtetest bleibt unklar, wie belastbar sie wirklich ist.

  3. Unser Netzwerk-Penetrationstest zeigt, wie weit ein Angreifer von außen tatsächlich kommen kann und was geschieht, wenn er sich bereits im internen Netz befindet.

Was ist ein Netzwerk Penetrationstest?

Ein Netzwerk Penetrationstest (auch Netzwerkanalyse oder Netzwerksicherheitsaudit genannt) ist eine gezielte Sicherheitsüberprüfung Ihrer IT-Infrastruktur, entweder von außen (extern) oder aus dem internen Unternehmensnetz heraus. Dabei simulieren wir reale Angriffe, um zu prüfen, wie weit ein Angreifer in Ihr Netzwerk eindringen könnte und welche Systeme gefährdet sind. 

Ziel eines Netzwerk Penetrationstests ist es, potenzielle Schwachstellen in Ihrer IT-Infrastruktur aufzudecken, bevor ein echter Angreifer sie findet und ausnutzt. 

Dabei konzentrieren wir uns auf typische Risiken wie: 

  • Fehlkonfigurationen in Firewalls oder zu weit geöffnete Netzwerkbereiche
  • Offene Ports und unsichere Protokolle, die unnötig Angriffsfläche bieten
  • Veraltete oder ungeschützte Dienste, über die Angreifer in Ihr System gelangen könnten
  • Unklare Zugriffsrechte oder fehlende Netzwerksegmentierung, die es ermöglichen, sich unbemerkt seitlich im Netzwerk auszubreiten 

Wir testen Ihr Netzwerk aus zwei realistischen Angriffsszenarien heraus: 

Angriff von außen: 
Hier analysieren wir, wie ein externer Angreifer zum Beispiel über das Internet Zugriff auf öffentlich erreichbare Systeme erhalten könnte, etwa auf VPN-Zugänge, E-Mail- Server oder externe Webservices. 

Angriff von innen: 
In diesem Szenario simulieren wir, was passieren würde, wenn sich ein Angreifer bereits im internen Netzwerk befindet, zum Beispiel durch ein infiziertes Endgerät oder einen ungeschützten Zugang im Gäste-WLAN. Ziel ist es, zu verstehen, wie weit er sich im Netzwerk ausbreiten könnte und welche Systeme gefährdet wären.

Netzwerke sind das Rückgrat jeder IT, aber viele Angriffe beginnen genau hier. Eine unentdeckte Schwachstelle an der falschen Stelle reicht aus, damit sich ein Angreifer Zugriff auf sensible Systeme verschaffen kann. In vielen Fällen bleibt der Angriff über Monate hinweg unbemerkt. 

Ein Netzwerk Penetrationstest zeigt Ihnen, wie ein externer oder interner Angreifer vorgehen würde und wie weit er tatsächlich kommt. Sie erfahren, wo Schutzmaßnahmen greifen und wo sie versagen. Sie gewinnen Klarheit, bevor es kritisch wird.

Ein Netzwerk Penetrationstest analysiert gezielt, wie sicher Ihre interne und externe Netzwerkinfrastruktur tatsächlich ist, aus Sicht eines potenziellen Angreifers. Dabei prüfen wir systematisch Konfigurationen, Dienste und Schutzmechanismen, die in der Praxis häufig Schwachstellen aufweisen.  

Typische externe Prüfziele (Angriff von außen): 

  • Offene Ports und öffentlich erreichbare Dienste (z. B. VPN, Mail, Webserver)
  • Schwachstellen in Firewall- und Routing-Regeln
  • Veraltete Softwareversionen mit bekannten Exploits
  • Unsichere Authentifizierungsmethoden bei externen Zugangspunkten
  • DNS, E-Mail-Server-Konfigurationen (z. B. SMTP, MX, SPF) 

Beispiel: 
Ein schlecht abgesicherter VPN-Zugang mit schwacher Authentifizierung ermöglicht unautorisierten Zugriff auf interne Ressourcen. 

Typische interne Prüfziele (Angriff aus dem LAN): 

  • Fehlkonfigurationen von Switches, VLANs und Netzwerksegmentierung
  • Unentdeckte Dienste oder Systeme im Netzwerk (Shadow-IT)
  • Veraltete oder unnötig freigegebene Dienste (SMB, RDP, FTP etc.)
  • Fehlende Zugriffsbeschränkungen auf Freigaben, Drucker, Admin-Tools
  • Lateral Movement: Wie leicht kann sich ein Angreifer im Netzwerk bewegen?
  • Zugang zu sensiblen Zielen wie Domain Controllern, Backup-Systemen, Datenbanken 

Beispiel: 
Ein kompromittiertes Notebook im Gäste-WLAN kann sich ohne Einschränkung ins Produktionsnetz bewegen und Zugriff auf interne Server erhalten. 

Ein Netzwerk Penetrationstest prüft nicht nur, ob jemand eindringen kann – sondern auch, was danach möglich wäre. So erhalten Sie ein realistisches Bild Ihrer aktuellen Netzwerksicherheit und können gezielt gegensteuern.

Unsere Vorgehensweise ist strukturiert, praxisnah und auf Ihre Umgebung abgestimmt. Wir orientieren uns an etablierten Standards (z. B. PTES, NIST SP 800-115) und kombinieren manuelle Tests mit unterstützenden Tools, um gezielt Schwachstellen aufzudecken – intern wie extern.

Scoping & Vorbereitung 

  • Definition von Zielen, Umfang und Testgrenzen
  • Abstimmung, welche Systeme geprüft oder ausgeschlossen werden
  • Festlegung sensibler Bereiche, Besonderheiten und Kommunikationswege 

Informationsgewinnung (Reconnaissance) 

  • Erfassung der Angriffsfläche aus interner oder externer Perspektive
  • Identifikation erreichbarer Hosts, Dienste, Ports und potenzieller Schwächen
  • Sammlung technischer Informationen zur Umgebung 

Schwachstellenanalyse 

  • Kombination manueller und toolgestützter Prüfungen
  • Erkennung von Konfigurationsfehlern, veralteten Systemen und Angriffsmöglichkeiten
  • Prüfung von Zugriffskontrollen, Netzwerkregeln und offenen Schnittstellen 

Ausnutzung (Exploitation) 

  • Simulation kontrollierter Angriffe auf gefundene Schwachstellen
  • Prüfung der tatsächlichen Ausnutzbarkeit (z. B. Zugriff auf Server, Rechteausweitung)
  • Dokumentation aller Schritte – ohne schädliche Eingriffe in Systeme 

Bericht & Nachbesprechung 

  • Executive Summary
  • Technischer Bericht inkl. Risikoeinstufung (CVSS)
  • Empfehlungen für Sofortmaßnahmen & nachhaltige Verbesserungen
  • Auf Wunsch: Gemeinsames Abschlussgespräch & Nachtest zur Bestätigung geschlossener Lücken